Wie Qais beim Aufbau einer weltweiten CI-Gemeinschaft half

Wie ein CI-Träger Unterstützung fand und anderen zur Stütze wurde

Die Folgen der Corona-Pandemie für Menschen mit Hörverlust waren vielfältig und weitreichend.

Für den 25-jährigen Cochlear Implantatträger Qais, der gerade sein Design-Studium in Großbritannien abgeschlossen hatte, war die Pandemie ein erheblicher Bruch in seinen Berufsplänen.

Doch obwohl er zuhause im Lockdown festsaß, hatte die Sache für Qais auch etwas Gutes: Er begann, sich ehrenamtlich in der Cochlear Implant International Community of Action (CIICA) zu engagieren.

„2019 habe ich meinen Abschluss gemacht und träumte von einer Karriere im Design-Bereich. Aber die Pandemie erschwerte mir die Jobsuche sehr. Zum Glück hatte ich meine Arbeit bei der CIICA und all die wertvollen Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte“, sagt Qais, der mit drei Jahren sein Cochlea-Implantat erhielt.

Ein weltweites Unterstützungsnetz

Die CIICA wurde im Februar 2021 ins Leben gerufen und richtet sich an Cochlea-Implantatträger, ihre Familien, Fachpersonal und Unternehmen, zu denen auch Cochlear zählt. Ziel der Community ist es, die Sensibilisierung, Teilhabe und Unterstützung für Cochlea-Implantatträger zu verbessern. Qais gestaltete die Webseite und engagiert sich beständig in der Gruppe.

Sein Einsatz ist für ihn aber nicht nur eine gute Gelegenheit, seine Kenntnisse in Grafik-Design anzuwenden.

„Als Kind hatte ich sehr wenig Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Ich habe mich für meine Cochlea-Implantate geschämt. Seit ich mich in der CIICA und anderen Organisationen engagiere, habe ich Kontakt mit anderen Menschen, denen es genauso geht. Das hat meine Sicht sehr verändert“, berichtet er. (Abbildung oben: Qais trifft sich mit Elaine, einer engagierten Cochlea-Implantatträgerin aus Uganda).

Qais hilf bei der Planung und Durchführung regelmäßiger Online-Veranstaltungen wie CIICA Live, wo Herausforderungen thematisiert und Hörspezialisten eingeladen werden, ihre Sicht und mögliche Lösungen vorzustellen. Anderen zu helfen ist Qais große Leidenschaft.

„Ich möchte für die Menschen, die täglich mit Herausforderungen zu kämpfen haben, etwas Positives bewirken“, erklärt er. Die Gründung der [CIICA-]Gemeinschaft während der Pandemie zeigt viele Schwierigkeiten von Menschen mit Hörverlust auf.

Nach einem Jahr ist die CIICA auf 80 Unternehmen und 400 Einzelpersonen aus 52 Ländern auf der ganzen Welt gewachsen.

„Alle zwei Monate gibt es ein Online-Gesprächsangebot über CIICA Live. Ich habe Experten und Ärzte aus der ganzen Welt zu Gesprächen und Infovorträgen zu Themen wie Cochlea-Implantate, Hörscreening und vielem mehr eingeladen“, so Qais.

„Die Arbeit, die ich hier mache, war eine unglaublich prägende Erfahrung. Ich habe dadurch selbst so viel gelernt und konnte gleichzeitig auch andere unterstützen.“

Neben seiner angeborenen Schwerhörigkeit wurde bei Qais mit 16 Jahren auch das Usher-Syndrom diagnostiziert, eine genetische Erkrankung, bei der neben dem Gehör auch das Sehvermögen betroffen ist. Trotzdem hat er sich nicht von seinen Zielen abhalten lassen.

„Nach meinem Abschluss habe ich eine Stelle als kreativer 3D-Desiger gefunden. Ich möchte auch weiterhin für die CIICA tätig sein, weil mich diese Arbeit sehr begeistert. Dort lerne ich jeden Tag etwas neues.“

Hier können Sie sich über die CIICA informieren und selbst Mitglied werden.

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